Der Achsantrieb

Die Mittel- und die Hinterachse unterscheiden sich voneinander nur durch die Antriebsflansche und die Triebkegelradwelle.                                                        Am Vorderende der durchgehenden Welle der Mittel- achse ist der runde Flansch und am Hinterende der Viereckflansch angebracht.                                           Die durchgehende Welle der Hinterachse besitzt nur einen Flansch, der von der Seite des Triebkegelrades angebracht ist.                                                                  Die Achsbrücke besteht aus dem gegossenen Mittel-  teil des Achsantriebgehäuses und den eingepreßten Tragrohren, die die Stützböcke für die Federn und die Schubstangen tragen. Die Achswellen sind voll- ständig entlastet und über Keilnuten mit der Rad-  nabe verbunden.

 

Die Achsantriebe sind untereinander austauschbar.

Wichtig!!  Es gibt zwei verschiedene Achsübersetzungen.   Einmal 7,32 : 1   und   9,8 : 1

Die Wartung  und Instandsetzung der Achsen gestaltet sich schwierig, da sie spezielles Werkzeug benötigen. Das Differenztial und der Antrieb läßt sich mit speziellen Meßuhren einstellen.

Hier ein Beispiel des Tragbildes des Triebkegellagers. Man kann auch an Hand dieser Tragbilder die Antriebe und Differenziale einstellen.

Habe sämliche Tragbilder und Einstell- daten der Achsen. Wenn gewünscht, bitte per E-Mail erfragen.

                 Die Vorderachse

Das Drehmoment mit dem sich der Achsschenkelhalter drehen läßt muß 22 - 27 Nm betragen.  Dies läßt sich mit den Einstell- blechen ( Position 27 Bild oben ) realisieren.                                 Das sind dünne Bleche die sie zwischen die Deckel der Achs-  schenkellager legen müssen. Da es kaum welche zu kaufen gibt, müssen sie sich selber welche anfertigen.  Achtung!!!  Bitte nur aus Metall, nicht aus Pappe oder Plastik.    Das gleiche gilt auch für die Achsantriebe.

Die Kugelstützen sind nicht Wartungsfrei. Da sie sehr oft chronisch undicht sind, bedarf es hier besonderer Pflege.                                                 Die Dichtfläche läuft während des Lenkvorgang fast über die gesamte Kugelstütze ( je nach dem wie stark sie die Lenkung einschlagen). Sie sollten immer darauf achten das die Kugel schön sauber und blank ist. Sie darf nicht überlackiert werden.  Sollte die Kugelstütze trotz alles Sorgfalt undicht geworden sein, läßt sich der Dichtungssatz noch mal regenerieren.

           Das Thema Öl

Viel werden sich Fragen was für ein Öl muß denn auf die Achsen?  Die Achsen vertagen nicht jedes Öl,  eine falsche Ölsorte führt zu hohem Verschleiß. Am besten verwenden sie Öle der Viskosität GL5   85 W 90.  Es ist nicht verkehrt dem Öl noch 20% Grafit hinzu zu mischen. Damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht.                                          Mischen werden sie sowieso müssen, denn in die Kugelstützen muß ein Ölfettgemisch, und zwar 1 Teil Fett und 1 Teil Öl.   Am besten sie verwenden Grafitfett, und Öl der Sorte GL 5 85 W 90.    Achtung!!! Verwenden sie immer Fette der Klasse III was für Radlager vorgesen ist. Bitte kein Billigfett, das gilt auch für das Grafitfett.

Um das Öl aus der Kugelstütze zu bekommen, müssen sie den unteren Deckel des Achsschenkellagers abbauen, da sie keine Ablaßschraube haben. Wohl aber eine Füllstandskontrolle.                                                                                   Die Ölmengen aller drei Achsen ( ausgenommen Kugelstütze) belaufen sich auf 15 Liter.       

Um sich das füllen der Achsen zu erleichtern, bedienen sie sich folgender Hilfsmittel.             Nehmen sie einfach eine billige Gartenspritze aus dem Baumarkt und bauen die Spritzdüse am Hangriff ab, so das sie nur den kurzen offenen Stutzen haben, dann füllen sie die Spritze zur Hälfte mit Öl und pumpen sie auf, jetzt brauchen sie nur noch den Stutzen in das Füllloch der Achse stecken und den Griff festsetzen. Sie müssen zwar ab und zu mal nachpumpen, aber es geht fast von alleine.

Die Achsentlüftung

Der Ural und wie jeder andere LKW auch hat eine Achsentlüftung, in diesem speziellen Fall sogar mit einem zentralem Entlüftungssystem was nach oben ausgeführt wurde. Das ist nötig damit beim durchfahren von Wasser keines in die Achsen eindringen kann.                                                                                                                                                                    Wichtig!!! Die Achsen brauchen eine Entlüftung was auch gleichzeitig eine Belüftung ist, denn durch das aufwärmen oder abkühlen des Öls in den Achsen, entsteht entweder ein Überdruck oder Unterdruck. Beides ist schädlich für die Achsabdichtung. Deswegen müssen die Achsen zu jeder Zeit immer eine Verbindung zur Aussenluft haben.                   Achtung! Die Achsen werden nicht unter Druck gesetzt um sie Wasserdicht zu machen!  Da dieses zentrale System aber anfällig für Störung ist, und sich gerne mal zusetzt, bedarf es öfteren mal einer Kontrolle.  Das merken sie spätestens dann wenn ihnen eine Achse anfängt zu lecken. Bei den hinteren Achsen läuft das Öl dann in das Radlager- gehäuse und an der Vorderachse wird das Öl in die Kugelstützen dedrückt, oder die Kugelstützen fangen an zu lecken. Das gilt auch für die anderen Komponenten die an das Entlüftungssystem angeschlossen sind.