Tritte in die Mitte

Die Bremse ist eigentlich das wichtigste am Ural, was nützt mir all das gute aussehen  wenn ich nicht anhalten kann. Und 10 Tonnen zum stehen zu kriegen ist sicherlich nicht einfach. Deswegen legen wir das Hauptaugenmerk auf die Bremse. Der Ural     hat eine Zweikreisbremse, er teil den Bremskreis in zwei Bremskreise auf. Und zwar ein Bremskreis für Vorder und Mittelachse und den anderen für die Hinterachse. Das ist aber je nach Baujahr verschieden.                                                                        Das ganze arbeitet pneumatisch/hydraulisch. Das heißt: Luft für den Steuerkreis und Hydraulik für den Arbeitskreis. Die Handbremse ist nicht wie im konventionellen LKW pneumatisch, sondern mechanisch. Sie wirkt auf eine Trommel die auf der Kardanwelle zur Hinterachse sitzt. Man kann sie im Notfall dazu benutzen um das Fahrzeug an zu halten. (Erwarten sie aber keine Wunder)

Der Ural hat 6 Trommeln und je Rad zwei Radbremszylinder die als eine Einheit zusammen sitzen. Bei intakter Bremse schafft sie mehr als ausreichende Bremskraft.

Sollten sie mit dem Gedanken spielen sich ein Ural zu holen oder schon einen besitzen, dann werden sie um eine Instandsetzung der Bremse nicht drum herum   kommen. Denn durch das lange stehen der Fahrzeuge sind die Radbremszylinder entweder fest oder undicht geworden. Wie so etwas aussieht sehen sie im Bild unten.

Wann solch eine Bremse versagt ist nur eine frage der Zeit. Spaßen sie nicht mit so etwas, es hängt ihr Leben davon ab. Wenn sie das nötige Fachwissen nicht haben, dann lassen sie es lieber von einem Fachmann machen. Bei einer Bremse gibt es keine   Kompromisse.

Das gleiche gilt auch für die Trommeln und die Bremsbeläge. Die hier im Bild sind völlig verbrannt da der Radbremszylinder fest gesessen hat.