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Dieser Ural 4320 den ich mein eigen nennen darf, stammt aus der ehemaligen DDR. Er wurde 1985 in Russland gebaut und ist dann in Ascherleben für die damalige NVA umgebaut worden. Dort bekam er auch seinen GFK Koffer, auch LAK II genannt. Das Fahrzeug hat einen 10 Fuß Containeranschluss, so das sich der Koffer leicht absetzen lässt. Er hat auch einen Kran den man an die vordere Stoßstange montieren kann. Damit kann man dann Lasten bis zu 1500 kg anheben, vorausgesetzt man hat einen Flaschenzug, da dieser Kran starr ist und über keine eigene Hubmöglichkeit verfügt. Er hat auch noch die originale Anhängerkupplung, die sich allerdings nur zum schleppen gebrauchen lässt, da sie zu keinem deutschem Standart kompatibel ist. Die NATO-Abschleppstange kann man aber dort einhängen.
Dieser LKW wurde für schweres Gelände gebaut. Fahrkomfort sucht man bei ihm vergebens. Wer sich so ein LKW zulegen will, muss sich im klaren sein,das er ohne Fachwissen nicht weit kommt. Meist sind solche Fahrzeuge völlig verbastelt oder haben ewig gestanden. Einfach rein setzen und los fahren kann man vergessen. Es gibt eine ganze Menge zu tun bevor man seine erste Ausfahrt machen kann. Das geht los mit Ersatzteilen und endet mit der TÜV-Vorführung. Bei den Ersatzt- teilen geht das Problem ja schon los. Es passt fast nichts was es hier zu kaufen gibt. Nicht einmal Wellenschaftabdichtungen, das sind alles Sondermaße. Dann kommt noch hinzu das der URAL 4320 nicht gleich URAL 4320 ist. Der wurde nämlich in der ehemaligen DDR auch noch auf deren Ersatzteilstandart umgebaut. Es gibt eine Menge unterschiede zwischen dem Ural aus Russland und dem aus der DDR. So kann es vorkommen das die Dieselfilter nicht passen, weil sie unterschiedliche Filterköpfe haben. Dann kommt auch noch hinzu das die Baujahre 1981 bis 1989 unterschiedlich sind. Da kann es vorkommen das die Tankuhr vom 89 Baujahr nicht in das vom 81. passt und umgekehrt, weil der Tankgeber unterschiedlich arbeiten. Beim Tacho das selbe Spiel, einmal mechanisch und einmal elektrisch. Auch die Bremsen sind unterschiedlich. Da gibt es Einkreissteuerluft auf Zweikreis Brems- druck und Zweikreissteuerluft auf Zweikreis Bremsdruck. Die Fußbremsventile passen untereinander nicht. Die Bremskreise sind dann auch unterschiedlich ver- teilt, sowie zwei oder drei Luftkessel.
Bei meinem URAL habe ich eine Zweikreissteuerluft auf Zweikreisbremsdruck Anlage mit drei Luftkessel. Weiter Info gibt es auf meinen anderen Seiten.
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Der Ural hat natürlich auch so seine Eigenarten, wie die wunderschön schwergängige Lenkung trotz Servounterstützung, und diesen spritfreundlichen Rollwiderstand der Räder, auch die “leichtgängige” und gewöhnungsbedürftige Schaltung gibt immer Anlass zur Freude. Aber ein Fan dieser Fahrzeuge braucht das, denn das gehört dazu. Wer noch nie ein Ural gefahren hat, der wird sicherlich enttäuscht sein wenn er dann zum ersten mal so ein Ungetüm fährt. Er hüpft und springt in der Gegend rum, alles wackelt und zittert und von Übersicht nicht die Spur. Denn auf der Straße fühlt er sich so wohl wie ein Fisch auf dem trockenem. Aber spätesten im Gelände wollen sie ihn nicht mehr her geben.
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