Modell

KamAZ-740  Komplettierung III

Bauart

Viertakt-Diesel

Bauform

90° V-Achtzylinder

Verdichtungsgrad

17,0

Gesamthubraum

10,85 L

Nennleistung

154 kw bei 2600 U/min

Drehmoment

650 Nm bei 1800 U/min

Niedrigste Leerlaufdrehzahl

600 U/min

Höchste Leerlaufdrehzahl

2930 U/min

Zylinderreihenfolge Bank links

1-2-3-4

Zylinderreihenfolge Bank rechts

5-6-7-8

Zündfolge

1-5-4-2-6-3-7-8

Drehsinn der Kurbelwelle

Rechtsdrehend

Öldruck bei  <60°

4.0.....5.5 bar bei Nenndrehzahl

Öldruck bei < 60°

<1.0 bar bei minimaler Drehzahl

Schmiersystem

Druckumlauf und Spritzöl

Einspritzpumpe

V-Förmig Marke “33”

Einspritzdüsen

Kennzeichnung “33”

 

 

 

 

Der KamAZ 740 ist eigentlich ein sehr robuster Motor und so schnell nicht kaputt zu kriegen. Er arbeitet auch sehr zuverlässig. Was er nicht mag, sind hohe Drehzahlen im kalten Zustand. Da er ein Direkteinspritzer ist, springt er auch sofort an, das auch bei tiefen Temperaturen, vorausgesetzt er ist korrekt eingestellt. Läßt man ihn aber  über einen längeren Zeitraum stehen, sollte man erst über die manuelle Förderpumpe Kraftstoff vorpumpen, da es vor kommen kann das die Dieselsäule in der Einspritz- pumpe abgefallen ist. (Wir von Hersteller sogar vorgeschrieben)

Anordnung der Ventile im Motor. Von der Lüfterseite gesehen  linke Zylinderreihe: Erst Einlaßventil dann Auslaß.   Rechte Zylindereihe erst Auslaß dann Einlaßventil

Zu Bild 9 Position 7 gibt es folgendes zu sagen. Das ist der Bolzen der zum fest- setzen des Schwungrades gebraucht wird wenn man die Ventile einstellen möchte.Da zu ist im Schwungradgehäuse ein Deckel angebracht den man abbauen kann. Dann kann man das Schwungrad mit einer Eisenstange verdrehen.Den Bolzen kann man mit einer 45 Grad Drehung einrasten. Dabei aber niemals das Schwung- rad mit dem Anlasser durchdrehen. Informationen über das korrekte einstellen der Ventile können per E-Mail angefordert werden.

Das Abgasverhalten läßt natürlich zu wünschen übrig. An schadstoffarm ist nicht zu denken. Es ist nicht einmal der Rußausstoß der in so auffällig macht, nein es weißer oder blauer Qualm der aus dem Auspuff kommt. Meist weiß wenn er kalt ist, was später wieder weg geht. Das weiße gequalme kann man ihm abgewöhnen, durch richtige Einstellung der Einspritzpumpe (Damit meine ich nicht die Vorgaben, denn da mit räuchert er noch mehr).  Der blau Qualm ist meist Öl, wobei das wieder von der Wahl des richtigen Öl abhängt. Es muss nicht synthetisches ÖL sein, eine Viskositätsklasse von 15-W40 reicht völlig aus. Halb oder vollsynthetisches Öl würde das gequalme noch verstärken, auch den Öldruck könnte es negativ beeinflussen. Sollten sie schon Probleme mit dem Öldruck haben und dieses ist auf Verschleiß zurück zu führen, dann können sie dem Öldruck noch mal mit der Viskosität 20-W50 auf die Sprünge helfen.

                 Die Kaltstartanlage

Der Ural hat eine Kaltstartanlage die eigentlich recht simpel funktioniert. In den Anlaufkrümmern sind je eine Flammenkerze eingebaut die mit der Dieselleitung verbunden sind. Das ganze wird elektrisch gesteuert. Per Druckknopf werden die Flammenkerzen erhitzt und dann mit Diesel entzündet.

Die genaue Funktion lautet so: Die Flammenkerzen werden mit dem Taster im Armaturenbrett eingeschaltet. Sie müssen die ganze Zeit diesen Druckknopf gedrück halten. So ca. nach 120 sek. sollte die gelbe Kontrollleuchte im Armaturenbrett aufleuchten, in diesem Moment wird auch das Ventil was die Kerzen mit Diesel versorgt geöffnet. Halten sie jetzt weiterhin den Taster gedrückt und starten sie den Motor, erst jetzt pumpt die Krafstoffpumpe Diesel zu den Flammenkerzen, die darauhin entzünden. Es entsteht eine Flammenbrücke in den Ansaugkrümmern die die Luft aufheizen.  Nach dem Anspringen des Motors halten sie den Taster noch ein paar Sekunden gedrückt.  Der Strom die die Kerzen verbrauchen liegt ungefähr bei 30 A . Wichtig ist, das sie über gut geladene Batterien verfügen, da der Anlasser noch hinzu kommt.

             Motorvorwärmer

Der Motorvorwärmer war als Option erhältlich. Er hat eine Leistung von 30 kW. Wenn er gut eingestellt ist, dann hat man den Motor in 10 Minuten betriebswarm. Er hat aber auch Nachteile. Man sollte bei Benutzung des Vorwärmers beim Fahrzeug bleiben, denn er hat keine thermische Abschaltung. Er heizt so lange bis der Kühler kocht. Lassen sie nicht unbedingt den Motor laufen während der Vorwärmer arbeitet. Der Druck im Kühlkreislauf steigt da durch extrem an, so das ihnen das Wasser aus dem Überlauf gedrückt wird.

1= Kraftstofferhitzer

2=Magnetventil-              Kraftstoffzufuhr

3=Umwälzpumpe

4=Zündkerze zum          zünden des                  Vorwärmers

Hier abgebildet der Geräteantrieb für die Nockenwelle und Dieselpumpe, das ist die Rückseite vom Motor.

Für die Einstellung haben die Zahnräder der Kurbelwelle und der Zwischenwelle jeweils eine O-Makierung  ebenso  die Zahnräder der Nockenwelle und der Antrieb der Dieselpumpe