Der Ural verfügt über eine Reifenfüllanlage, das heißt, sie können ganz bequem vom Fahrerhaus die Reifen mit Luft befüllen oder sie ablassen. Dazu hat jedes Rad einen Hahn den sie vorher öffnen müssen. Im Hand-  buch ist angegeben das sie vor jeder Fahrt die Radhähne öffnen sollen. Dies kann ich nicht empfehlen, da durch den permanenten Luftdruck an den Wellenschaftabdichtungen diese sehr schnell verschleißen.

Desweitern sollten sie die Anlage öfters mal auf ihre Dichtigkeit überprüfen. Dazu sollten sie alle Radhähne schließen und den Hebel zum füllen auf leeren stellen. Jetzt gehen sie kurz auf füllen und dann auf die Mittel- stellung. Der jetzt angezeigte Druck sollte im Idealfall nicht absinken. Wenn ja, sollte man die Leitung ver- folgen um so durch abhören der Verbinder eine Leckage ausfindig zu machen. Wenn die Nadel in der Druck- anzeige aber sehr schnell abfällt und sie keine Leckagen hören können, dann sind womöglich die Wellenschaft- schafftabdichtungen undicht. Öffnen sie dazu ein Radventil (am besten vorne links anfangen und dann der Reihe durch) und stellen sie den Hebel der Reifenfüllanlage mal auf leeren. Wenn jetzt Öl oder Ölluftgemisch aus der Entlüftungsleitung kommt( vorne im Motorraum) kommt, sind die betreffenden Wellenschaftabdich- tungen defekt. So verfahren sie mit jedem einzelnen Radventil. Undichte Wellenschaftabdichtungen sollten sie umgehend instand setzen, da sie sich sonst beim füllen das Öl der Achsen in die Reifen pumpen.

Zum ziehen der Schaftdichtungen brauchen sie nicht unbedingt einen Abzieher, es geht auch mit einem abgewinkeltem Schraubenzieher. Beachten sie die Einbaulage der Dichtungen!  Die hinteren Wellen- schaftabdichtungen sind mit der Dichtlippe nach vorne eingebaut und die vorderen mit der Lippe nach hinten.

So sieht ein neuer Satz Wellen- schaftabdichtungen aus.

Kompletter Satz mit Distanzringen. Achtung! Die Spannfedern  gibt es gesondert. Man kann sie kürzen um den Andruck der Dichtlippe zu erhöhen.

Die Zwischenräume der Distanz- ringe müssen mit Fett gefüllt werden. Aber nicht der Freiram in der Mitte, dort ist auch die Bohrung in der Steckachse wo die Luft weiter geht zum Radventil.